So wie die Planeten in unserem Horoskop jeweils eine bestimmte Energie repräsentieren, die sich in zwei sehr gegensätzlichen Manifestationen zeigen kann, so sieht der Buddhismus Leid und Erleuchtung als zwei Seiten einer Medaille an. Es gibt Antonyme oder Kontraste diesbezüglich: hell und dunkel, Tag und Nacht, Sonne und Mond, Leben und Tod, Berg und Tal, usw.
Wie kann ich also in die Richtung oder auf die Seite kommen, die Freude zeigt?
Es geht um Entwicklung: Wenn wir frei von Kummer und Nöten wären, dann wären wir glücklich- so glauben wir. Das ist jedoch ein Irrtum, nur wer sich entwickelt und Hindernisse überwindet, kann Glück spüren. Der Kontrast ist ein Motor. Ein mir bekannter Buddhist reagierte auf das Klagen über Leid und Kummer so: Herzlichen Glückwunsch, Sie haben ein Problem! Das klingt im ersten Moment nicht gerade mitfühlend. Gemeint ist aber und durchaus im Mitgefühl: wenn ich ein massives Problem habe, dann habe ich die Chance, etwas in meinem Leben grundlegend zu ändern. So kann ich das Leid in Freude verwandeln.
Ich jedenfalls brauche immer eher nicht nur den Wink mit dem Zaunpfahl, sondern den ganzen Gartenzaun, um mich aufzuraffen, eine Situation, die mich schon lange stört, endlich zu ändern. Die Trauer um einen mir sehr nahestehenden, verstorbenen Menschen hat mich letztendlich motiviert, mich mit Buddhismus zu beschäftigen, und so landete ich auch bei der Astrologie. Und dieses Leben gefällt mir in Relation zu meinem Leben von vor 25 Jahren ganz entschieden besser!
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Foto: Dieter Steger




